Der österreichische Poet Theodor Kramer (1897 - 1958), von Thomas Mann als "einer der größten Dichter der jungen Generation" gewürdigt, hat ein gewaltiges Werk von ca. 12.000 Gedichten hinterlassen, etwa 2.000 davon sind bisher veröffentlicht.
In den Jahren von 1929 bis 1933 war er einer der meistgedruckten Lyriker im deutschsprachigen Europa.
Seine jüdische Herkunft verhinderte diese Wertschätzung nach 1933 abrupt. Aller Arbeits- und Lebensgrundlagen beraubt, emigrierte er 1938 ins englische Exil, aus dem er fast vergessen, desillusioniert und gebrochen erst kurz vor seinem Tod nach Wien zurückkehrte.
"Seine Naturgedichte berühren sich mit den schönsten von Peter Huchel, seine Frontgedichte aus Wolhynien bringen einem den Schützengrabenkrieg mit seinem Elend und Morast erschütternd nahe, seine Liebesgedichte sind von hautnaher Sinnenfreude, seine Emigrationsgedichte zerreißen uns das Herz" (Hilde Spiel).
Elke Heidenreich empfahl im Mai 2004 dem erstaunten Publikum der ZDF-Sendung "Lesen" die drei großen Gedichtbände von Theodor Kramer.
